23. Februar 2017

14. Februar 2017

Ich mag booking.com nicht und es gibt viele Gründe dafür, booking.com nicht zu mögen:

Hotels haben einige Zimmer, nur für booking.com-Buchungen, reserviert und sie müssen auch Zimmer für booking.com-Reservierungen bereithalten (gab es nicht irgendwelche Beschwerden bei einer EU-Kommission deswegen? Müssen die Preise irgendwelchen Vorschriften von booking.com entsprechen?). Ein Hotel ist nur dann konkurrenzfähig, wenn es über Online-Portale, zum Beispiel booking.com, gefunden wird, zugleich muss es aber hotelzimmerlose Leute vor Ort wegschicken, ins Internet schicken, wenn nur noch Zimmer für booking.com-Buchungen frei sind. Würde ein Zimmer, das über booking.com gebucht wird, gleichviel kosten, wie im Hotel?

Bei meiner letzten Zimmerreservierung, hat booking.com meine Reservierungen storniert, weil es ein für mich nicht nachvollziehbares Problem mit meiner Kreditkarte gab; mit zwei oder drei Telefongesprächen mit dem Hotel habe ich meine von booking.com stornierte Reservierungen wieder neu deponieren können.

Außerdem bekommt man nach der Bestätigung einen Buchung einen lästigen Online-Newsletter zugeschickt, den ich immer wieder aufs Neue abbestelle. – Und heute, nach der Zimmerreservierung kam der Newsletter wieder, mit dem unmöglichen Betreff „Finden Sie heraus,   warum Booking.com Ihnen € 15 geben möchte“. Es hat mich nicht interessiert und ich scrolle nach unten und klicke auf „Von diesen E-Mails abmelden“ und werde auf eine Seite weitergeleitet mit einen unmöglichen Text:

Sie haben sich erfolgreich von unserem Verteiler abgemeldet. Es tut uns leid, wenn wir Sie belästigt haben und wir haben Thomas, der für unsere E-Mails zuständig ist, sofort gekündigt.

Wenn Sie die Funktion weiter nutzen und Ihrem Postfach einfach mal eine Pause gönnen wollten, finden Sie die Empfehlungen weiterhin in Ihrem Konto.

Haben Sie sich versehentlich abgemeldet? Oder tut Ihnen Thomas leid? Über das Feld unten können Sie sich wieder anmelden. Oder Sie klicken auf „Angebote suchen”, um unsere besten Angebote zu sehen.

Ich bestrafe einen von booking.com angestellten Mitarbeiter, der Thomas heißt? Ich? Und wenn man sein Zimmer auf den Namen X reserviert und sich vom Newsletter abmeldet, veranlasst man die Kündigung von X? Ob mir Thomas leid tut? Ob ich mich nicht wieder zum lästigen Newsletter anmelden möchte? Ich möchte lieber nicht.

Fashion

Fashion
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10.2.2017, CC BY-NC-ND 4.0 T.H.

10.2.2017, CC BY-NC-ND 4.0 T.H.

-20% auf Liebesfilme.

4.2.2017

Vor Jahren hat die Stadtverwaltung eine Quasiwährung eingeführt, um die einkaufswilligen Menschen zum Einkaufen in die aussterbende Innenstadt zu verführen. Münzen im Tauschwert von zehn Euro, die City-Zehner (meistens ohne den Bindestrich zu lesen: City Zehner) sind die gestückelte Geldeinheit dieser ebenso genannten Quasiwährung mit der man in der City und nur in der City einkaufen kann. Sie sind ein beliebtes Geschenk zu Weihnachten („Weihnachtsgeld“) und die Stadt verkauft sie freudig mit der Erwartung, sich damit auch selbst zu beschenken.

Jedenfalls bin ich mit City-Zehnern in die City gegangen, um dort einzukaufen und beim Bezahlen an der Kassa sagt die Verkäuferin (sie war dort die einzige Verkäuferin, ich der einzige Kunde), dass ich hier zwei City-Zehner hätte, zwanzig Euro. Es war der Fall: Ja. Sie sagt, wenn ich nur um fünfzehn Euro einkaufe dann muss sie mir Wechselgeld geben, das sei schwierig. Ich frage warum, sie sagt, dass sie die City-Zehner selbst wechseln müsse. Ich frage, ob ich damit bezahlen kann, sie sagt, es sei schwierig. Ich frage, was das bedeutet, und ob ich damit etwa nicht bezahlen kann und sie sagt, naja, schwierig sei es, die Banken, morgen geschlossen, und die City-Zehner müssen eingewechselt werden, sie müsse hingehen zur Bank, aber die Bank hat geschlossen, überhaupt am Samstag, bezahlen mit den City-Zehner, das ist schwierig, immer, nicht nur am Freitag, weil die müssen eingewechselt werden. Ich kenne mich nicht wirklich aus, bekomme aber meine fünf Euro Wechselgeld und gehe.

Diese Geschichte ist banal und durchaus langweilig. Allerdings: Das Problem der etwas faulen Verkäuferin ist fundamental. Die in die Hand gelegten Geldeinheiten, das Kleingeld und das Großgeld, das muss eingewechselt werden. Kein Handelsunternehmen (sagt man so?) könnte funktionieren, wenn das ganze Geld nur in der eigenen Kassa am Ende des Warentransportbands gesammelt wird. Das Geld muss gezählt, zur Bank gebracht, noch einmal gezählt und schließlich auf ein Konto gutgeschrieben werden, oder so stelle ich es mir zumindest vor. Bei einer bargeldlosen Bezahlung passiert dieselbe Gutschreibung, aber ohne das lästige Zählen und Transportieren. Auch das ist banal, etwas langweilig und nichts Neues. Vielleicht ist mir nur verdeutlicht worden, wie unwillkommen in die Hand gelegten Geldeinheiten – gegenüber dem wohl immer willkommenen Geld – einmal sein könnten oder bereits sind.

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