14. September 2017, CC BY-NC-ND 4.0 TH

14. September 2017, CC BY-NC-ND 4.0 TH

Kunst

13. September 2017

Video-Tutorials auf YouTube hochladen, in denen gezeigt wird, wie die technische Ausstattung des neuen iPhones so gehackt werden kann, dass die der technischen Ausstattung des letzten iPhones entspricht: I finally managed it to change my 2436×1125 px resolution to an 1334×750 px resolution. That is 326 ppi. Nice!

7. September 2017

Ich lege eine leere CD (700MB) in den CD-Brenner und fühle mich so, als ob ich historisches re-enactment machen oder Archäologie betreiben würde.

6. September 2017



Du kennst den typischen Aufbau und Ablauf von Nachrichtensendungen: Kurze Videosequenzen folgen aufeinander und eine Stimme redet über das, was gerade zu sehen ist. Es gibt in Nachrichtensendungen einen Zusammenhang zwischen den Bildern und den Worten. Wenn der Name des Oberhaupts von Land x fällt, wird eben jenes Oberhaupt gezeigt, etwa beim letzten öffentlichen Auftritt, beim Empfang von Gästen, wie es dem Bundeskanzler die Hand schüttelt usw. Manchmal gibt es Interviews, danach geht es „zurück ins Studio“ und der nächste Beitrag folgt im selben Schema.

(Du kannst diesen typischen Aufbau und Ablauf auch komödiantisch begreifen: Es gab vor Jahren die von mir sehr geschätzt und selten konsumierte Sendung ohne Namen im ORF, die genau dieses Konzept nutzte. Unnötig komplizierte Texte wurden vorgelesen und dazu irgendwie zuordenbare Bilder gezeigt: Man hört „die Deutschen“ und sieht Hitler, man hört „in erster Linie“ und sieht jemanden beim Koksen, man hört „herzlich“ und sieht ein Kind, das ein gigantisches Lebkuchenherz in den Mund steckt. Und immer, immer drängte sich mich die Frage auf, ob der Text das Bild festlegt oder das Bild den Text.)

In der Zeit im Bild vom 5. September wurde der im journalistischen Überschriftendeutsch betitelte Beitrag „Putin gegen Sanktionen im Nordkorea-Konflikt“ gezeigt. Nach einer einleitenden Moderation beginnt die Stimme eines Nachrichtensprechers zu sprechen und die Bilder kommen. Der Nachrichtensprecher sagt Abwehrraketen und am Bildschirm wird eine große Rakete gezeigt, der Nachrichtensprecher sagt Seemanöver und der Bildschirm zeigt Kriegsschiffe. Der Nachrichtensprecher sagt Südkorea und man sieht Moon Sang Gyun (Infotext), den Sprecher des südkoreanischen Verteidigungsministeriums, der hinter einem Pult zu Menschen und Monitoren vor dem Pult spricht. Der Nachrichtensprecher sagt US-Präsident Trump und man sieht den Twitteraccount von Trump und einen Trumptweet, dann geht es weiter mit dem nordkoreanischen UN-Botschafter und Bildern aus einer Botschaft.

Trump heißt auf Twitter @realDonaldTrump ‏und der Twitteraccount von Trump lenkt die Welt, dich und mich ab vom ernannten amerikanischen Präsidenten. Wer amtiert als US-Präsident Trump? Ist es der einundsiebzigjährige, ehemalige Reality-TV-Star, der als Antipolitiker performt oder der realDonaldTrump, der Twitteraccount, der echter Donald Trump heißt? Der Nachrichtensprecher sagt US-Präsident Trump und schon ist er da, der realDonaldTrump, ein Bildschirm mit Sätzen. Der echte Trump besteht aus Tweets.

(Ich stelle mir vor, der realTrump schriebe, da im „Weißen Haus“ wäre ein fakeTrump, und der ehemalige Reality-TV-Star würde verhaftet werden und theRealTrump setzte fort, mit seiner invisible hand einen Raketentweet nach dem anderen in deine und meine Bildschirmwirklichkeit zu menetekeln.)

MÜLLERMATERIAL

https://twitter.com/muellermaterial

leben lernen mit der halben maschine, sterben kann ein idiot

https://twitter.com/muellermaterial

9.6.2017, CC BY 4.0 TH

Mai 2017

Zeitungen schreiben das Wort postfaktisch und entdecken sich selbst als Medium. Du sagst, wir leben im postfaktischen Zeitalter, alle handeln postfaktisch & ich sage, ich verstehe nicht, was das bedeutet. Wahrscheinlich ist gar nichts postfaktisch, niemand handelt postfaktisch und das einzige, was zutrifft, ist, dass es postpeinlich geworden ist.



30. Mai 2017, In-Game-Photography Workshop, Watch Dogs 2

Mai 2017
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