Ich unterhalte mich bei einem Abendessen zu lange über die Frage nach der Autorschaft der Doombot-Texte. Meine Antwort, dass auf der Website Doombot als Autor*in angegeben sei, ist unbefriedigend. Einige Tage davor saß ich im Bus von Lienz nach Innsbruck, wo ich nicht lesen konnte, weil mir beim Lesen schlecht wird (was am Bus liegt, nicht am Lesen).
Ich dachte, dass ich mir den Text vorlesen lassen könnte und habe die App „PDF-Lautsprecher“ aus dem Google Play Store heruntergeladen und installiert. Es war mittelmäßig zufriedenstellend: Mir wurde der Text nur seitenweise vorgelesen, das heißt, dass die Ausgabe am Ende einer Seite nicht mit der nächsten Seite fortgesetzt wurde, sondern wieder an den Beginn der bereits vorgelesenen Seite zurücksprang. Manchmal hat die Ausgabe pausiert und ich musste das Display aktivieren, damit die Ausgabe weiterlief. Ich habe mir ein gescanntes Buch vorlesen lassen und die Sprachausgabe hat dann funktioniert, wenn der gescannte Text gut als Text erkannt worden ist, was nicht immer gelungen ist. Seite 74 wurde mir wie folgt vorgelesen:
J eiein liebes Bib, hoffentlich geht es dir einet, er Tilde af-sen. Ich v eins arte sehr auf Nachricht. Die letzte Rar Eu der-L Interbrechung der Postverbindung dzehl e-es Brief v. Acht Tilde ci größer als erbiestu Karte bekonuns habe ha, ha sicher schon nürre Post.
Du kannst sagen, dass das falsch sei, was da steht, aber ich sage, dass der Text immer recht hat. Zu erklären, wie ein Bild zu Text und Text zu Sprache wird, wie ich gesprochenen Text wieder verschriftliche, ist keine genaue Interpretation, weil sie nicht auf den Text eingeht, sondern auf sein technisches Rundherum. Ist die Frage spannend, wer „J eiein liebes Bib, hoffentlich geht es dir einet, er Tilde af-sen“ usw. geschrieben hat?
Zu /texte.