why would I play as a nun?, fragt jemand auf uTube unter dem Gametrailer von Indika, und immerhin stellt jemand eine Gegenfrage, Why would you play as a hedgehog?, aber die Verwirrung bleibt: a nun?! 😲✝️
Die Aufmachung von Indika ist so contemporary, ai prompt a narrative video game character driven weird really weird indie subjective perspective in the style of a24, und da ist es schon, und bitte noch 1 Bild für das PS5-Cover und das uTube-Thumbnail, black yellow monochromatic with faces, legit zum draufklicken, richtig contemporary, und da ist es schon: Die Faces am Bild sind die Gesichter von Nonnen, und vom Hintergrund aus richten sie ihren Blick auf die Protagonistin im Vordergrund und aus vollem Hals und mit unvollständigem Gebiss kreischen sie Indika an. Was das Face der Protagonistin ausdrückt, bleibt unklar. Wohin schaut Indika?
Erst am zweiten Blick sehe ich, dass die schwarz-gelbe Collage noch etwas zeigt: Die Nonnen kreischen unter einem Heiligenschein, aber Indika hat keinen. Hat sie keinen oder hat sie noch keinen? Ich lese uTube-Thumbnails wie Ikonen. Ich neige mich zum Bildschirm hin. Das Gesicht von Indika schaut mir entgegen. Schaut sie mich an?
Ich weiche dem Blick von Indika aus, drehe meinen Kopf weg nach links, und wenn ich tatsächlich einmal vom Bildschirm wegschaue, sehe ich dort links an der Wand das einzige Bild, das ich aufgehängt habe: Ein Druck von Shintarō Kago (Nr. 22/50), von seiner Zeichnung, die im Frühjahr 2008 am Cover von VICE war, ai prompt description: eine weibliche Figur im Kimono (gelber Stoff mit dicken roten konzentrischen und hypnotisierenden Kreisen), die ihren Kopf mit beiden Händen zusammenhält, aber ihr Schädel ist in der Mitte gespalten und birst immer weiter auseinander, und aus dem Spalt sprühen Konfetti und Glitzer und Augen und bunte Kugeln hervor, ein Stiefel, bunte Köpfe, ein Schwein, Sterne, Körpervögel, Donuts, ein Samurai, alles Mögliche. Fischartige Drachen und Pfeile fliegen rund um ihren Kopf herum und formen Kreise, die wie ein Heiligenschein aus Wahnsinn aussehen.
Die Welt ist wahnsinnig. Ich wende mich wieder dem Bildschirm zu. Es gibt so viele Fragen. Warum soll ich Wasser mit der Hand aus einem Brunnen schöpfen, wenn es nur wenige Meter entfernt eine Pumpe gibt? Ist es schlimmer, zu verzweifeln oder traurig zu sein? Was kann ich tun? Mir tut alles leid. Die Welt ist vollkommen wahnsinnig, noch verrückter als das, was man am übergeschnappten VICE-Cover sieht. Indikas Welt ist auch wahnsinnig und sie ist skurril und kalt. Es ist Winter. Der Schnee glitzert. Der Bildschirm schimmert. Das sind drei Aussagen. Es ist im Fall von Indika aber passender, Fragen zu stellen, als Aussagen zu tätigen und damit etwas zu behaupten. Kann man einen Text schreiben, der nur aus Fragen besteht und nichts behauptet? Es ist so verlockend, etwas über Indika zu behaupten, looking at you russia, aber sich an Indika zu orientieren, heißt, behaupte ich: Fragen stellen. Du wirst sehen, dass nicht irgendwelche beliebigen Fragen gemeint sind, sondern Fragen, die jede Aussage gleich nach ihrem Punkt anzweifeln und die auftreten wie ein geifernder Hund, der nach Behauptungen schnappt: Ist das so? Ich behaupte:
Indika erzählt eine Reise durch eine winterliche Landschaft (trotzdem denke ich kein einziges Mal an die Winterreise. Hie und da ist an den Bäumen manches bunte Blatt zu seh’n […] schaue nach dem einen Blatte, hänge meine Hoffnung dran; […] Ach, und fällt das Blatt zu Boden, fällt mit ihm die Hoffnung ab; aber das ist nichts Neues. Ich muss ausatmen und loslassen, ich weiß, ich weiß). Ich stapfe durch den matschigen Schnee im Innenhof meines Klosters, mein Atem tanzt in kleinen Wolken vor meinem Gesicht. Etwas scheint nicht in Ordnung zu sein. „It’s a landscape reminiscent of Bulgakov’s or Dostoevsky’s novels, with an added layer of inexplicable mystery lurking beneath the thick blanket of snow“, steht im Artbook von Indika. Ich kenne mich mit Bulgakow und Dostojewski nicht aus; ich kenne den Großinquisitor und die Aufzeichnungen aus dem Kellerloch, aber ich kenne die Weißen Nächte nicht, ich habe die Weißen Nächte nicht gelesen, ich
Indika erzählt von einer Reise durch das winterliche Russland. Der Schnee glitzert. Es ist Winter. Ich bin im Kloster. Warum bin ich im Kloster? A monastery isn’t really a dream destination. Alle schikanieren Indika. Die Nonnen mögen sie nicht. Many of them felt nothing but disgust for her. Indika sollte sich beschweren, denke ich, sich auflehnen, diese unguten Nonnen beschimpfen, aber sie kuscht und unterwirft sich den Schikanen. Indika nimmt alles hin. Ich fürchte, dass man sich selbst am meisten schikaniert, wenn man alles hinnimmt und sich dieser wahnsinnigen Welt unterwirft. Gibt es Glück in der Unterwerfung? Useless labour is the basis of spiritual development. Noch eine Frage: Warum stapfe ich mit einem Wasserbucket durch den matschigen Schnee im Innenhof meines Klosters? „Es geht darum, in diesem Zustand des Absurden zu leben“, schreibt Albert Camus in Der Mythos von Sisyphos, aber das passt nur scheinbar. Du kannst sagen, dass die Welt vollkommen wahnsinnig sei, absurd. Aber die Absurdität auszusprechen – das Gesicht der Absurdität, wie es Camus nennt, an sich heranzuziehen wie eine Ikone – heißt nicht, dass man ihr entkommt. Kann man einem Labyrinth entkommen, wenn man sagt, es sei absurd? Kann man aus dem Kristallpalast der Logik flüchten? Vor dem untiefen Abgrund liegen zahllose Gründe. Ich tue so, als gäbe es eine Abkürzung direkt zum Ausgang, eine Brücke, die über alle Hindernisse führt. Warum bin ich im Kloster? There was no other way, versichere ich, aber ergänze im selben Atemzug, sometimes there are … circumstances.
Circumstances, welche Umstände? Du sagst, dass es einfältig sei, ein Werk nur durch das eigene Leben zu deuten, aber: Wie sonst?, möchte ich fragen. Ich komme nicht aus mir heraus. Ich verstehe wohl, warum du einfältig sagst, man macht es sich so bequem, „Essen, Schlafen, Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag, immer derselbe Rhythmus – das ist sehr lange ein bequemer Weg“ (Albert Camus: Der Mythos von Sisyphos), und wenn ich beim Irren durch irgendein Labyrinth die Absurdität oder die Unterwerfung oder die Verzweiflung oder mich selbst entdecke und ICH JA behaupte, dann entkomme ich diesem Labyrinth damit nicht, und rede außerdem wieder nur von mir selbst; ich mache es mir so bequem, „autobiography is easy like it or not autobiography is easy for any one“ (Gertrude Stein: Everybody’s Autobiography). Ich behaupte: Autobiographie ist bequemes Labyrinth. Es ist auch eine Art von Wahnsinn oder von poetischem Wahnsinn, wenn du denkst, jeder Satz spreche direkt zu dir.
Warum bin ich im Kloster, fragst du immer noch, und ich antworte darauf immer noch nicht, mit, Indika, however, was not to blame. Were it not for the voice that was inculcating ideas in her. Ich höre eine Stimme, die zu mir spricht. Erste Vermutung: Ich bin die Verrückte und höre eine innere Stimme, die mir ständig Fragen stellt. Spricht da der Teufel zu mir? Geht man ins Kloster, wenn man den Teufel hört? Manchmal muss ich mich zusammenreißen, um nicht jeden Satz als direkt an mich gerichtet zu verstehen. Ich drücke auf die rechte Maustaste.
Die rechte Maustaste bedeutet manchmal genau zielen bevor man schießt, zum Beispiel, oder sie bedeutet Nachladen, mit etwas interagieren, etwas aufheben, etwas aufbrechen, ein Foto machen, einen Schuss mit dem alternativen Feuermodus abfeuern. In Indika bedeutet die rechte Maustaste Beten, und Beten bedeutet, dass ich mich zusammenreiße. Ich bekreuzige mich. Wenn ich bete, höre ich keine Stimme. Allerdings bin ich die Frau im Computerspiel, die sich nicht zusammenreißt, und dann eine fremde Stimme hört. Ich bin wahnsinnig. Ich bin nicht wahnsinnig. Verunsichere mich. Stell mich infrage. Ich mag die Balance zwischen Wahnsinn und Horror, wenn ich nicht weiß, ob ich eine Stimme höre, weil ich psychisch durch den Wind bin, oder ob ein Dybbuk zu mir spricht, weil ich metaphysisch durch den Wind bin. Was wäre der Unterschied? Ich betrachte mich selbst. Mein Puls ist inzwischen wieder in Ordnung, aber meine Augen, hey, everything is not ok. Ich fipple mit dem Zeigefinger am letzten Fingerglied meines Daumes, am Hautrand zum Daumennagel. Meine Augen springen nervös hin und her. Wenn ich bete, umklammere ich den Rosenkranz mit der linken Hand und ich umklammere ihn so oft und fest, dass seine Perlen wie Dornen stechen. Meine Hand ist blutverschmiert. Ich muss mich oft zusammenreißen und oft reiße ich mich nicht zusammen. Die anderen Nonnen schikanieren mich. Immerhin spricht der Teufel zu mir, auch wenn ich mir wünsche, dass seine Stimme verschwinden würde.
A monastery isn’t really a dream destination, aber there was no other way und sometimes gibt es eben Pünktchen Pünktchen Pünktchen circumstances. Wo geht man sonst hin, wenn der Teufel zu dir spricht, wenn nicht ins Kloster? Die Geschichte ist eine Farce. Kennst du Rosenkranz und Güldenstern? Indika verlässt mit einem Brief in der Hand und dem Teufel im Kopf das Kloster und noch bevor ich meine kleinen Schritte durch den harten Schnee setze, denke ich an den Brief und frage mich wutsinit, wutsinit, wutsinit, wutsinit
und es wird so skurril: Was steht im Brief wutsinit? Eine Eisenbahn mit Häftlingen aus einem Gefängnis entgleist, ein Soldat spielt Gitarre und singt ganz falsch für einen sterbenden Soldaten, und die skurrile Szenerie wird von wichteltanzartiger Musik begleitet. Ich bin von dieser eigenartigen Atmosphäre sehr angetan. „The game presents a whimsical distortion of the traditional Russian landscape, a kaleidoscope of the fantastical and grotesque“, steht im Artbook. Ich suche es mir nicht aus, ich gerate in ein grotesk-fantastisches Dorf, gehe durch den Schnee an schiefen Holzfassaden vorbei und höre die Schreie einer Frau. Ich betrete das Haus, aus dem die Schreie zu hören sind, luge durch den Türspalt in den Raum hinein, in dem ich die schreiende Frau vermute. Ich sehe von hinten einen Mann (der entgleiste Zug, die geflüchteten Verbrecher), ich sehe einen Vergewaltiger. Offensichtlich hat der Mann die Frau nicht gefragt, ob sie – aber, was wäre der Unterschied? Punkte, Gebete, Worte sind nichts wert. Ich erstarre bei den Männerschlägen gegen den Frauenkörper und der Teufel stellt mir verunsichernde Fragen, what is your goal? To help the girl or show what a hero you are? Did you see the size of that thing? Maybe you wanted to join them? Ich taumle zurück. Der Vergewaltiger hört mich, ich verstecke mich, ich weiß nicht, was dann passiert, weil ich nicht weiß, was wirklich ist und was nicht, weil ich verrückt bin. Die Frage, warum ich im Kloster bin, ist hinfällig, weil ich mich nicht mehr im Kloster befinde, und diesen Brief zum Abt von sowieso bringen muss. Mich interessiert mehr, was in dem Brief steht, wutsinit. Später treffe ich Ilya, der sagt, dass er die Stimme Gottes in sich höre.
Ich mag die Geschichte. Ich denke nicht, dass alles zusammenpasst, aber mir imponiert diese eigenartige Erzählung von Indika, die den Teufel hört, und Ilya, der behauptet, die Stimme Gottes zu hören (hört er die Stimme Gottes wirklich? Bildet er sich das nicht nur ein?). Ich denke nicht, dass ich genau angeben kann, worum es überhaupt geht. Es geht offensichtlich nicht um den Brief. In Indika geht es um den Teufel, es geht um Schuld und Sühne, Verbrechen und Strafe, Übertretung und Zurechtweisung, es geht um die Frage, warum ich ins Kloster gegangen bin, es geht vor allem um Fragen, es geht um Verunsicherung, um Zweifel. Ist Indika so eine Art Western, nur spirituell? (Ist nicht jeder Western irgendwie spirituell?) Ich lasse Indika auf Plattformen klettern und löse logical puzzles. Ich behaupte, es gehe in Indika um den Teufel, es gehe um Strafe, Schuld, Übertretung, Verbrechen, um Fragen, aber: Wenn ich behaupte, dass ich weiß, was zum Beispiel Schuld sei, kommt ein Teufel, der fragt, ob ich denn sicher sei, ob ich wirklich wisse, was Schuld bedeute. Trägt man Schuld für etwas, wozu man gezwungen worden ist? Das wäre ja absurd! Und dann kommen hundert neue Fragen, ist es eine größere Sünde, eine Ikone zu stehlen, als zu weinen?
Was heißt es, „eine Stimme zu hören“? Der Teufel spricht manchmal über Indika und manchmal mit Indika. Die Stimme redet mit mir und über mich.
Der Teufel, ich bin geneigt, die Bezeichnung unter Anführungszeichen zu setzen, also, der „Teufel“, die Stimme in meinem Kopf macht anzügliche Bemerkungen, betrachtet Dinge mit nüchterner Rationalität, verhöhnt frömmelnde Dummheiten, stellt ständig Fragen. Statt Teufel unter Anführungszeichen könnte ich auch vom Dybbuk schreiben, doch das wäre eine andere Mythologie und everybody’s autobiography ist auch schon geschrieben. Sagt der „Teufel“ etwas, das ich nicht bereits selbst gedacht habe? Was ist eine Tatsache? Oder noch allgemeiner: Was ist etwas? Eine Ehe, eine Freundschaft, ein Leben kann zum Beispiel „ein Groll, ein Schweigen, ein Krieg und auch ein Frieden sein“ (Albert Camus: Der Mythos von Sisyphos). Eine Nonne kann eine Nonne oder eine Verrückte sein. Solche Gegenüberstellungen lassen mich das Absurde entdecken. Camus schreibt gleich im nächsten Satz: „Ich darf also wohl sagen, daß das Gefühl der Absurdität nicht aus der einfachen Untersuchung einer Tatsache oder eines Eindrucks entsteht, sondern daß es seinen Ursprung in einem Vergleich hat, in einem Vergleich zwischen einem Tatbestand und einer bestimmten Realität, zwischen einer Handlung und der Welt, die stärker ist als sie“ (Albert Camus: Der Mythos von Sisyphos), und wenn ich mir einer Tatsache bewusst bin, dann, dass ich nicht weiß, wie man eine Nonne von einer Verrückte unterscheidet. Die absurde Welt ist entzweigerissen.
Die verrückte Welt ist entzweigerissen. Eine Spalte tut sich auf, da Nonne, dort Verrückte, dazwischen ein Abgrund in die Hölle, – lieber auch unter Anführungszeichen, ein Abgrund in die „Hölle“. Ich reiße mich zusammen, rechte Hand Maustaste, linke Hand Rosenkranz, Gebet, die Spalte schließt sich, ich lasse die Maustaste los und breche das Gebet ab, höre den Teufel und die Spalte öffnet sich erneut. Ich kann dieses Experiment wiederholen, drücke wieder auf die rechte Maustaste. Ich bete, dann unterbreche ich mein Gebet, setze es wieder fort, unterbreche es, setze es wieder fort usw. Welt absurd, Welt normal, absurd, normal, absurd, normal, absurd, normal, absurd, normal, absurd, normal, absurd, …
… es ist, bemerke ich, nicht schlecht, zu versuchen, die Welt auseinanderzureißen. Wie soll man ohne Spalte sehen, dass eine Nonne, keine Verrückte, sondern eine Nonne ist? „For Svetlov, it was important to design puzzles that appear to rip Indika’s world apart, ‘because that’s precisely what is happening to her mind at that moment’“ (‘Like taking a shovel to your brain’: dark fairytale game Indika takes aim at the Russian Orthodox church). Vielleicht ist eine Brücke in einem anderen Sinn etwas Absurdes, weil sie zwei voneinander getrennte Bereiche, die nichts miteinander zu tun haben, außer, dass sie getrennt sind, miteinander verbindet. Vielleicht sind Brücken absurd. Ich drehe meinen Kopf nach links zum Bild. Was wäre, wenn die Frau im Kimono ihren Kopf loslässt und die Spalte durch ihren Körper fährt?
Ich drehe meinen Kopf wieder zurück zum Bildschirm und wieder zum Bild und wieder zum Bildschirm, eine Übung, um den Nacken zu entspannen. Ikonen sind nicht irgendwelche beliebigen Zufallsbildchen, Ikonen sind geweiht (weißt du, was „geweiht“ bedeutet?). Man kann eine Ikone zwar als Bild anschauen, wie einen Kago-Druck, aber das wäre wie als tourist durch eine Kirche zu schlendern. Eine Ikone soll gelesen werden und beim Lesen soll eine „existenzielle Verbindung zwischen dem Betrachter und dem Dargestellten“ (Wikipedia) entstehen, wobei es nicht um das Dargestellte an sich geht und auch nicht um die Darstellung für sich, sondern um das, was sich im Dargestellten ausdrückt. Du magst so etwas nicht ganz ernst nehmen wollen, das „Dahinter“, das sich im Dargestellten „ausdrückt“ (???), ein Doppeljenseits hinter dem καθ αὑτο und lachen, so 1 Scheiß, aber dann redest du etwas daher und sagst Worte und glaubst, dass du dich damit auf irgendetwas an sich beziehst, obwohl ich Worte kaum von der Spucke, die aus dem Mund rinnt, unterscheiden kann. Ich vollführe eine schauspielerische Geste: Als ob! Lächerlich!
Ikonen lesen, Ikonen verehren. Als ich in während der langsam ausklingenden Covid-Pandemie die Alexander-Newski-Kathedrale in Sofia besucht habe, beobachtete ich dort Menschen, die sich angestellt haben, um diese oder jene Ikone zu küssen. „Die Kommunion selbst wird nach orthodoxem Brauch als in Wein eingebrocktes Brot mit einem Löffel aus dem Kelch gereicht. Wie geht das, ohne dass der Löffel den Mund von Dutzenden berührt? - ,Darüber diskutieren wir nicht‘, sagt Katsinas. ,Die Eucharistie ist ein Mysterium, und wenn das Mysterium nicht existiert, existiert die Kirche nicht‘“ (Burkhard Jürgens: Ikonen Küssen verboten, 20. Juli 2020). „Fundamentalisten innerhalb der russisch-orthodoxen Kirche wollen nicht wahrhaben, dass das Küssen von Ikonen in Zeiten der Pandemie lebensgefährlich sein kann. Die Krise legt seit langem schwelende Konflikte offen.“ (Reinhard Veser: Ikonen küssen trotz Corona, 8.4.2020) „Esber: ,Der Kuss ist Zeichen der intimen Beziehung zwischen dem Mensch und dem Heiligen‘. Auch Besucher dürfen die Ikone küssen“ (Orthodoxe Kirche: Ein Kuss für die Ikone, 27.6.2014). Keine Ikone wird gefragt, ob sie geküsst werden möchte. Falls man ein Ja vernimmt und einige Wochen später dann an Covid stirbt, würde man sich wünschen, nichts gehört zu haben, aber schlau ist man, wenn überhaupt, nur im Nachhinein. Das Nachhinein, das Verhältnis zwischen Jetzt und Früher ist schwierig: Stell dir vor, die Ikone würde ihre Zustimmung zum Kuss geben, aber später widerrufen. Kann eine Ikone zu blöd für Konsens sein?
Ich sitze vor dem Bildschirm wie jemand, der vom Bildschirm will, dass ein abgetrennter Arm wieder an den Körper anwächst. Ich verstehe die Beziehung zwischen Ikonenbetrachter:in und Ikone so ähnlich wie die Beziehung zwischen Display und Displaybetrachter:in. Am Display drückt sich – in der Regel – nichts Göttliches aus, aber doch etwas, das für etwas anderes steht, das sich, bestenfalls, in mir beim Betrachten entfaltet. Ich lasse Indika durch die winterliche Landschaft laufen und in mir entfaltet sich das alternative Russland. In diesem Sinn ist der Bildschirm wie eine Ikone, die von mir gelesen wird. Ich neige mich nach vorne und frage den Bildschirm, ob er einverstanden ist, wenn ich ihn küsse. Ich höre ein Ja, schließe meine Augen und lehne mich langsam weiter zu ihm hin. Meine Lippen berühren die glatte Oberfläche. „Plötzlich taucht ein angsterfülltes Gesicht auf“ (Gilles Deleuze & Félix Guattari: Was ist Philosophie?). Das Gesicht von Indika schaut mir entgegen. Ich denke, dass sie entsetzt dreinschaut. Ich zerbreche wie das Bild auf einem zersprungenen Display.
Die Nonne
Der weibliche Körper ist nirgends davor sicher, fetischisiert zu werden, und schon gar nicht im Kloster. Kennst du Die Nonne, La religieuse von Denis Diderot, veröffentlicht 1792? „Und sie schob das Tuch von meinem Hals und Kopfe, sie öffnete mir das Gewand; die Haare rollten mir über die bloßen Schultern nieder; meine Brust war halb nackt, und ihre Küsse bedeckten meinen Hals, meine bloßen Schultern und meine halbnackte Brust“ (ins Deutsche übersetzt von Christel Gersch), „Nur im Kloster kann die Menschlichkeit bis an den Punkt ersterben.“, schreibt Diderot (Il n’y a que dans les couvents où l’humanité puisse s’éteindre à ce point), und sein Roman ist wohl nicht geschrieben, um dich beim Lesen zu erregen (wirklich nicht?), aber Nunsploitation „steht in der jahrhundertealten Tradition der Erzählungen über fehlgeleitete, geschändete oder sexuell abartige Ordensschwestern“ (Wikipedia) und Diderot ist das dritte historische Beispiel dafür. La Religieuse (1966), Flavia, la monaca musulmana (1974), Interno di un convento (1978), Immagini di un convento (1979), La monaca nel peccato (1986), La Religieuse (2013), ... Kennst du das Bild mit der rauchenden Nonne? Indika zieht sich in Kapitel „Fish factory“ aus. Ich scrolle auf Steam durch die Screenshots, auf denen ihre Brüste angedeutet zu sehen sind, auf der Suche nach verbotenen Bildern ihrer Nippel. Auch die alte und dicke Schwester Oberin (?) von Indikas Kloster bleibt nicht verschont, und muss im peinlichen Nachthemd lächerlich herumhüpfen.
Ich höre schon die Incels in den Kommentaren (lol) darüber schimpfen, dass die Woken den normsexy Frauenkörper verbieten wollen. Was soll denn die Alternative sein? Keusch wie eine Nonne bis ans Lebensende? I’m voting for the felon. Lieber Incel: Reiß dich einmal bitte zusammen, halt dein Maul und versuch bitte einmal, daran zu denken, dass du die Welt auch nur aus deinem eigenen Saft heraus erlebst. Ich denke nicht, dass nur Nonnen Indika spielen dürfen oder nur die Igel Sonic, aber wenn die Schwestern oder der Igel dargestellt werden oder darüber geurteilt wird, wie sie aussehen, kannst du dir wohl einmal wenigstens die Frage stellen, von welcher Position aus das passiert. Das heißt, unter welchen Voraussetzungen entstehen die Darstellungen und Urteile und Äußerungen? Von welchen Werten und Normen ausgehend? Frag dich, wie du dir den nackten Körper von Indika vorstellst, und frag dich, warum du dir den nackten Körper so vorstellst, und frag dich, warum du ihn dir nicht anders vorstellst, und frag dich, warum der nackte Körper der 15+? Jahre alten Indika überhaupt in diese Geschichte gemodelt und dann gescreenshottet wird, du Schaumschläger, du Wichser.
Kennst du den Film The Devils von Ken Russell (die 103-minütige Fassung)? Paul Feyerabend erwähnt den Film in der sieben Seiten langen Fußnote 2 von Wider den Methodenzwang (Ausgabe 1983). Schau dir im Film die Schwestern an, die als eine kreischende superfluity of nuns zwischen den Bäumen zur Scheinhinrichtung zusammengebunden sind, und vom Einlaufexorzistenscharlatan angewiesen zu werden, in heftige Entzückung zu geraten, eine blasphemische Show abzugeben, wenn sie freigelassen werden möchten. An genau diese Szene erinnert mich an das black yellow monochromatic Indika Thumbnail. Ist das ein Zufall? Wie ein Mensch muss auch eine AI die Inspiration von irgendwoher bekommen. Unter den Steam-Screenshots finde ich mehrere Bilder von Indika, die eine Zigarette raucht, und online finde ich noch ein Bild von Indika mit Zigarette, aber sie hat die Zigarette falsch herum im Mund, und ist dabei, den Filter anzünden. Dieses Bild passt, denke ich, am besten.
Das Ende der Geschichte
Das Ende der Geschichte ist dann eigentlich enttäuschend verständlich. Josef Winkler schreibt in seinem Text Die Realität so sagen, als ob sie trotzdem nicht wär oder Die Wutausbrüche der Engel, der als überarbeitete Fassung seiner Rede zur Verleihung des Georg-Büchner-Preises bei Suhrkamp erschienen ist:
Ich fuhr wieder einmal mit dem Pfarrer Franz Reinthaler in Begleitung seiner Köchin, der Maria Köhldorfer, der Pfarrermarie, wie sie von den Dorfleuten genannt wurde, in seinem ständig nach Benzin riechenden weißen Volkswagen, die rotweißen, mit Spitzenwerk versehenen Ministrantenkleider auf meinem Schoß, nach Stockenboi, in seine Pfarrfiliale, ging nach dem feierlichen Gottesdienst, als der Pfarrer im schwarzen Beichtstuhl mit dem violetten Vorhang auf reumütige Sünder wartete, hinter den Hauptaltar und sah,
– ja, was? Berauscht vom Benzinduft geht er hinter den Hauptaltar sieht, was auch Indika vor dem Spiegel
hinter den Hauptaltar und sah, daß die großen, vergoldeten Engel hohl waren, keine Eingeweide, kein Herz und kein Hirn hatten, daß dieser mich ständig kontrollierende Engel also, so dachte ich, vom Benzingeruch berauscht, als wir wieder im weißen Volkswagen des Pfarrers in mein Heimatdorf zurückfuhren, daß der hohle Engel ohne Herz und ohne Hirn gar kein Buch über meine guten und schlechten Taten, Gedanken und Träume schreiben könne. Ich fühlte mich erlöst,
Ich spiele Indika zu Ende. Hohle Engel können nichts. „Ich fühlte mich erlöst“. Die Erlösung, die hohlen Engel, „Я хотел, чтобы игрок запомнил дырку в кудце, чтобы он ушел с ощущением разочарования и пустоты“ (https://cyber.sports.ru/tribuna/blogs/gameislife/3246428.html). Stell dir vor, du würdest den lauernden Geist sehen, wenn du die Öffnung zum innersten Heiligen auseinanderziehst, und der Geist würde über dich kommen. Пустота pustota, die Leere: Ist das Entzauberung, die Erlösung, oder nicht doch … Verzauberung? Ich will mich in eine Trompete übergeben.
Alle Gebetsworte fallen aus meinem Mund. Bin ich verrückt? Bibelstunde: christianity.stackexchange.com Why did God not want man to have the knowledge of good and evil? – und obwohl von dieser „verbotenen Frucht“ usw., kann ich überhaupt nichts voneinander unterscheiden, und du auch nicht: Du kannst kaum ein Labyrinth von einer Autobiographie oder ein Opfer von einem Täter oder einen Täter von einem echten Täter unterscheiden. Das ist ein fundamentales Problem: Kannst du den Bildschirm von einer Ikone unterscheiden? Ein Krankenhaus mit Opfern von einer Kommandozentrale mit Tätern? Ich wiederhole, dass die Dinge nicht fest sind, sondern flüssig. Wasser schwappt durch die Türe herein. Die Frau im Kimono presst weiterhin ihren gespaltenen Kopf zusammen. Meine Beine verschwinden im Wasser, das immer höher steigt. Das kalte Wasser reicht bis zum Bildschirm, der Tisch darunter ist verschwunden und sieht aus wie ein Fisch, gigantisch groß. Es ist Oktober November, ich gehe immer noch in den See schwimmen, meine „Rahmenbedinungen waren einfach: […] kein Neopren“ (Jessica J. Lee: Mein Jahr im Wasser), und ich spüre, wie das kalte und eiskalte Wasser meinen Körper umspült, den gebrochenen Zeh, der „Kälteschmerz wandert über meine Knöchel in meine Füße“ (Jessica J. Lee: Mein Jahr im Wasser). Ganz gewöhnlicher Wahnsinn heißt, auf dem Rücken eines Fisches durch das kalte Wasser zu jagen.
Bibelstunde: because knowledge = death Gen. 2:17 but of the tree of the knowledge of good and evil, thou shalt not eat of it: for in the day that thou eatest thereof thou shalt surely die. Ich reiße mich zusammen, ich reiße mich nicht zusammen. Ich bin verrückt, ich bin nicht verrückt, ich will sterben, ich will nicht sterben, ich will
was denn? – Als ich im Sommer Saturnalia gespielt hatte, missverstehe ich mit meinem Touristenitalienisch den Text des Titellieds Passacaglia dei Saturnalia am Soundtrack, Oh come t’inganni se pensi che gl’ anni non han’ da finire, bisogna morire, falsch und übersetze mit wir wollen sterben statt wir müssen
„Es gibt nur ein wirklich ernstes philosophisches Problem: den Selbstmord“ (Albert Camus: Der Mythos von Sisyphos). Für Frauen gab es in der Vergangenheit immerhin die Möglichkeit, ins Kloster zu gehen, aber wenn du Die Nonne, La religieuse von Denis Diderot, veröffentlicht 1792, gelesen hast, dann kennst du das Ende der Geschichte.
Leviathan
Kennst du den Film Leviathan von Andrei Swjaginzew? Левиафан, der Film mit dem Auslandsoscar 2015? Im Film fragt der Protagonist „einen Priester, wie Gott dies zulassen konnte und ob die Ereignisse einen anderen Verlauf genommen hätten, wenn er ein frommeres Leben geführt hätte.“ (Wikipedia) und in gewisser Weise passt das auch zu Indika. Indika и Левиафан. Indika ist Russin. Hatte ich das schon erwähnt? Das russische Entwicklerstudio Odd Meter ist nach dem unerklärten Krieg Russlands gegen die Ukraine und gegen den Rest der Welt nach Kasachstan geflüchtet. Dmitry Svetlov, der General Director, studio head, studio founder von Odd Meter sagt in einem Interview mit dem Guardian, that the Russian church has become a “weapon of propaganda” for Vladimir Putin’s government. “Priests just say you should defend your country, you should die for your homeland, and you go to heaven. It’s madness”.
Ich höre schon die Incels in den Kommentaren (lol) darüber schimpfen, dass sie keinen Krieg wollen, keine Kriegstreiber, sondern Frieden. Nun, lieber Incel: Reiß dich bitte einmal zusammen und halt dein Maul und stell dir vor, dass es einfach ist, Frieden zu wollen, wenn Frieden heißt, dass ein Kriegsverbrecher so lange andere töten lässt, bis er seinen Frieden herbeigemordet hat. „Der Mensch wird nur frei sein, wenn der letzte König mit den Eingeweiden des letzten Priester erwürgt wird.“, „man müsse den letzten König an den Gedärmen des letzten Pfaffen aufhängen.“, hat das auch Diderot geschrieben? Siehe die Fußnote im dritten Band von Der Atheismus und seine Geschichte im Abendlande von Fritz Mauthner, drittes Buch, fünfter Abschnitt (Seite 157 in der der Ausgabe von 1922, und Fußnote 24 in der Neuausgabe). Ich denke, dass Putin als letzter König geeignet wäre und Patriarch Kyrill als letzter Pfaffe, und dass der Mensch frei sein soll
(mir ist klar, dass ich nur wenige Kilometer von hier entfernt, für diesen Satz eingesperrt werden würde; umso mehr: Wie soll ein Mensch frei sein können, wenn Putin nicht am Darm des ausgeweideten Patriarchen Kyrill aufgehängt wird?). Wie ist es möglich, „wie kann es sein“, dass man im 21. Jahrhundert noch Krieg führt? Lass dich von der Dauer nicht abstumpfen: Ich verstehe es nicht, warum jemand heute, in einer Welt voller Bildschirme, die Möglichkeiten des Glücks zeigen, mit Waffen um „Gebiet“ kämpfen lässt, wie keine Ahnung, so ein dummes Tier oder jemand aus der Steinzeit. Warum machen Menschen da mit? Wie kann man bei so etwas mitmachen? Es ist so, als ob alles, was bisher passiert ist, die gesamte menschliche Zivilisation, nur für den Arsch wäre.
Die рашистов (Nachtrag)
If you are still reading, you may still not have understood what Indika is about. Aber die Russen, die wissen das, die können sagen, worum es geht, und ob das Spiel gut oder schlecht ist, das heißt: wie schlecht Indika ist, und sie müssen es dafür nicht einmal spielen. Андрей Матросов schreibt auf versia.ru:
Учитывая, что Indika именно как игровой продукт получила достаточно негативную оценку критиков, в том числе и достаточно либерально настроенных профессионалов, похоже что проект действительно получился так себе.
Во всяком случае, ни у кого из нашей редакции даже рука не дёрнулась чтобы его попробовать – просмотра видео let's play с ютуба хватило, чтобы решить, что нет, в это никто из коллег не хочет играть в принципе.
Das ist elende Faschistenpropaganda der рашистов, die Indika für позором года halten. Die рашистов stoßen sich daran, dass der nicht General Director, studio head oder studio founder, sondern основного идеолога Haltung zeigt und anstatt zu lamentieren, eine Nonne nicht von einer Besessenen unterscheiden zu können, klar sagt, was ein Krieg ist, und was eine „Militärische Spezialoperation“ ist. Transkript vom Publisher Announce Trailer and Statement: „Today in Russia people like me are […] persecuted and sentenced just because they call things by the names. They call ,special operation‘ a pointless crazy war and people that started it criminals.“
Hat das Geschwurbel von Андрей Матросов irgendetwas mit Indika zu tun? Werk und Autor:in getrennt zu betrachten, das ist nicht so einfach, wenn du dumm bist oder ein рашиста. Für die рашистов macht sich nicht nur der Autor (ein anti-russisches Schwein, ein Verbrecher, hier der Link auf seine Daten in der internetöffentlichen Dissident:innendatenbank oder was) schuldig, sondern auch das Werk sei „Nestbeschmutzung“, wie die Leute in Österreich sagen würden, оценка игры как антироссийсой не вкусовая, не взята с потолка – und das sei nicht nur die Meinung von Leuten nach einer Kriegsverbrecher-Gehirnwäsche, sondern auch von vermeintlichen достаточно либеральный und независимые критики:
Так ведь нет, и достаточно либеральный ресурс iXBT и независимые критики в один голос говорят, что игра выглядит как пустышка, недоделка и просто халтура.
Эдуард Эпштейн, der Autor des ersten verlinkten Reviews weist einleitend – Дисклеймер от редактора! – darauf hin, dass er Werk und Autor getrennt betrachtet, aber leider, leider sei das Werk auch nur bestenfalls mau. Über das Level-System schreibt Эпштейн:
Также в игре есть прокачка. Собирая различные коллекционные предметы, Индика получает некие очки, накопив достаточное количество которых, она разблокирует следующий уровень покаяния.
Проблема заключается в том, что сама прокачка не влияет ровным счётом ни на что
Проблема, проблема, oder hat der Эпштейн vielleicht doch etwas nicht so ganz verstanden? Der независимый критик bezeichnen Indika nicht als игры, sondern als «игры»; Денис Кадушкин auf apn.ru ist offensichtlich auch nicht in der Lage, die Level-Mechanik zu verstehen: По сути, эта механика не является частью геймплея, и если её убрать, вообще ничего не изменится. Für ihn ist Indika не игра, это русофобское политическое высказывание релокантов в попытке замарать грязью русскую культуру и православие, aber zugleich у них не получилось оскорбить Россию, потому что их творчество не похоже на Россию – also, was jetzt?
Матросов, der sich auf versia.ru nur über den Autor auslässt, assoziiert vollkommen verblödet und wirr irgendwelche Zusammenhänge zwischen dem Level-System und LGBT daher:
Система ценностей, по Светлову – это то, что игрокам не нужно. А нужно принимать себя "во всей полноте", что, если вспомнить известный сорт либеральной риторики, вполне походит на ныне признанную экстремистской в России идеологию ЛГБТ.
Die Welt von Indika ist wahnsinnig und die Welt ist wahnsinnig. Übergeschnappte рашистов kommen mit ihren Pseudoerklärungen daher und schreiben irgendeinen Scheißdreck. Der Schreibtisch ist ein Schreibfisch ist ein Leviathan und an ihn gebunden verschwinde ich im dunklen, kalten und flüssigen Wahnsinn, „was unter mir ist: eine überwältigende Finsternis“ (Jessica J. Lee: Mein Jahr im Wasser).
Aber: „Love was a lot like fear. It swallowed you whole, like water.“ (Jessica J. Lee: Turning). Worum geht es in Indika? Der Autor, der things by the name called, sagt:
I think this war is largely a consequence of the political infantilism of Russians, which is rooted in the Russian Orthodox culture where obedience and patience are the main virtues. Constant repentance turning into almost self-hatred. […]
This is the theme that our game INDIKA explores. This and the theme of religion in general, which is now especially relevant since the Russian Orthodox Church has become one of the weapons of propaganda. I’m absolutely convinced that you cannot live in peace with others until you learn to live in peace with yourself, to love and respect yourself.
Zu /texte.